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tomate

 

Pflege

  • Aussaat
  • Jungpflanzen
  • Bis zur Ernte
  • Ausgeizen
  • Ertrag
  • Krankheiten

Die Anzucht von Tomatenpflanzen gelingt auch ohne „Grünen Daumen“. Bereitwillig keimen die Samen, welche gekauft oder im Vorjahr von ausgereiften und ausgesuchten Tomaten entnommen werde.
Saatschalen füllen wir mit Anzuchterde, ungefähr 2 cm hoch. Anschließend verteilen wir die Samen gleichmäßig, mit etwas Abstand zueinander.
Eine Bedeckung der Samen erfolgt mit fein gesiebter Erde, besser noch Sand. Es ist sehr wichtig die Saatschalen stets feucht zu halten. Feucht, nicht nass!!
Wärme von unten beschleunigt die Keimung immens, deshalb ist ein Platz über einer Heizung am Fenster ideal. Nunmehr bleibt nichts mehr, als auf das erste Pflänzchen zu warten.  Wenn sich am Keimling die ersten „richtigen“ Blätter  zeigen, wird pikiert. Ich setze die Pflanze etwas tiefer ein als sie zuvor stand, dies erwirkt eine bessere Standhaftigkeit. Auch nehme ich die Pflanzen von der Wärmeplatte. Viel Licht und nicht zu viel Wärme, dies verhindert ein Vergeilen. Die Pflanzen werden kräftiger.

      
Also, das Grüne gehört nach oben…..Gut jetzt ernsthaft:
Die Pflanze vorsichtig aus dem Topf lösen und ungefähr so tief pflanzen wie zuvor. Falls in einen Topf gepflanzt werden soll, reicht pro Pflanze  ein ca. 10 l Gefäß aus.
Es kann normale Pflanzerde genommen werden, wer hat, kann diese Erde mit Kompost anreichern. Jede Tomate sollte sorgfältig an einem Stab aufgebunden werden, bei einigen großen Fleischtomaten und bei Tomaten mit großen Fruchtständen  ist es sinnvoll, die einzelnen Tomaten auch etwas anzubinden. Man merkt es spätestens dann, wenn sie abknicken.
Der Standort ist möglichst sonnig zu wählen, perfekt ist ein regengeschützter Standort. Man sollte auch beim Gießen darauf achten, die Pflanze nur im Wurzelbereich zu benetzen. Jede Nässe von oben fördert die Tomatenfäule, und dann ist sie futsch, die Ernte.

TomatenbilderTomaten sind Starkzehrer, das bedeutet, sie benötigen ausreichend Nährstoffe und Wasser. Ein wöchentliches Düngen und regelmäßiges Wässern sind für eine gute Ernte unabdingbar. 
Ich benutze Tomatendünger von Neudorff in flüssiger Form, lässt sich gut dosieren und ist „Bio“. Es funktioniert aber auch mit Kompost oder anderen Tomatendüngern. Auch Brennnesseljauche als reiner Stickstoffdünger ist nicht schlecht, jedoch auf dem Balkon in der Stadt wohl weniger geeignet, Wenn man nicht so tomatenverrückt ist, kann man es natürlich auch etwas gemächlicher angehen und das Düngen etwas strecken. 
Aber Wasser sollte nie fehlen. Regelmäßig durchdringend wässern, jedoch bitte nicht ersäufen. Der  Wurzelbereich muss zwischendurch auch mal abtrocknen können, sonst gibt es Fäulnis.
Bei Gewächshaushaltung wird empfohlen, die Pflanze mittags zu schütteln, kein Quatsch, das soll die fehlenden Insekten für die Bestäubung ersetzen….Hab ich aber nie konsequent eingehalten.

 

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Beim "Ausgeizen" entfernt man nicht die überflüssigen Blätter, sondern die wilden (ungewollten) Triebe. Das sind Jene, welche zwischen dem Haupttrieb (der mit dem Frucht- und Blattansatz) und Blattwerk herrauswachsen. Man zwickt diese einfach ab. Nicht abschneiden. Zwar bilden diese "wilden Triebe" auch wieder Früchte, bremsen aber gleichzeitig die (meist) üppige Fruchtbildung des Haupttriebes.
Bei den üblichen Tomaten (Stabtomaten) sollte immer ausgegeizt werden, bei den kleinen Partytomaten und Buschtomaten kann und sollte man auf das Ausgeizen  verzichten. Dies ist nur eine Empfehlung, ich kenne viele Gärtner, die ihre Tomaten kaum oder gar nicht ausdünnen.

ErtragAb Juli werden die ersten unserer liebevoll gepflegten Schützlinge hoffentlich reichlich Früchte tragen.

Ein hervorragendes  Geschmackserlebnis erhält man, erntet man die Tomaten  vollreif.  Die Früchte sind somit besonders saftig und aromatisch. Jedoch ist dann die Lagerfähigkeit begrenzt. Vergessen wir nicht, dies sind keine spanischen „Plastiktomaten“  mit scheinbar unbegrenzter Haltbarkeit.  Einige Sorten,  welche von mir angebaut werden,  besitzen eine sehr zarte, weiche Schale, manche neigen auch zum Platzen und sind somit anfälliger. Meine Empfehlung:  Nach der Ernte alsbald verarbeiten. Möglichkeiten der Verarbeitung sind vielfältig, Tipps hierfür bekommen sie in jedem Kochbuch und einige meiner liebsten Köstlichkeiten unter der Rubrik REZEPTE.

 

 

 

Tomaten sind keine Mimosen wie viele Menschen meinen, und sind nicht heikel im Anbau. Da ich den Anspruch habe, ohne jegliche Chemie zu gärtnern, beginnt die Behandlung von Krankheiten bei uns im Garten mit der Vorsorge.
Das bedeutet, den Pflanzen so optimale Bedingungen wie möglich zu schaffen, um folglich starke, abwehrkräftige Tomaten zu erhalten. Eine gute Nährstoffversorgung, am Besten in Form von Kompost oder speziellen biologischen Tomatendüngern, ausreichend Wasser und ein konsequenter Regenschutz, das ist es schon, was eine Tomatenpflanze zum Glücklichsein benötigt.

Bitte erwarten sie an dieser Stelle keine Vollständigkeit aller Tomatenerkrankungen. Nur einige ausgewählte und häufige Probleme werden kurz angerissen. Es existieren einige sehr gute und ausführliche Seiten im Internet zu dieser Thematik.
(z.B. www.lfl.bayern.de; www.tomatenforum.de ;)

Was kann trotz guter Bedingungen passieren?

  • Läuse Interessiert mich nur periver, dieses Problem lösen die Tiere in meinem Garten. Also Nützlinge fördern, hilft wirklich sehr.
  • Weiße Fliege Halten sich vermehrt an der Blattunterseite auf, weiße kleine Viecher. Tritt eigentlich nur bei strengem Gewächshausanbau auf, auch hier Nützlinge anwenden, im Gewächshaus die Schlupfwespe (Encarsia formosa).
  • Kraut-oder Braunfäule Gefürchtete Pilzkrankheit, seien wir ehrlich, da hilft nix mehr. Die Pflanze, Blätter und Früchte werden braun, der Vorgang schreitet rasant voran. Was hilft, ist nur Vorbeugung - kein Wasser von oben, und ausreichen Abstand zueinander.
  • Mehltau Das Auftreten ist wohl sehr wetterabhängig, ich hatte bisher noch nie dieses Problem. Eine Behandlung im Kleingarten ist nicht möglich, also wiederum: Vorbeugen,Vorbeugen, Vorbeugen.

    An dieser Stelle breche ich ab. Nach mehrmaligem Durchlesen der geschriebenen Zeilen möchte ich abschließend sagen: Ich bin kein Biologe oder Chemiker, Sie werden wenn es nötig ist, bessere Seiten zu Tomatenkrankheiten im Netz finden als diese paar Zeilen.
    Wichtig ist mir, mitzuteilen, dass es in einem (halbwegs) intakten Ökosystem sehr viel einfacher ist, zu säen und zu ernten. Die im Winter fettgefütterten Meisen streiten sich mit den Marienkäfern um die Läuse. Hummeln, Wildbienen und "richtige" Immen leisten Bestäubungsarbeit, und werden von mir mit einer insektenfreundlichen Bepflanzung belohnt, der Boden bekommt nur das Beste zurück - nämlich Natur - in Form von Kompost und Mulch....Vielleicht versuchen Sie es mal, auf ihrer Scholle, auf Ihrem Balkon, wo auch immer.